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Unser Ausflug führte uns heute zur St. Bartholomäus Kirche in Köln-Ehrenfeld, eine Grabeskirche. „Kolumbarium“ ist die andere Bezeichnung für Grabeskirche. Grabeskirchen sind Kirchen, deren Funktion nach einer Umwidmung in erster Linie darin besteht, Urnengräber für Verstorbene bereitzustellen. Die Bestattungsart in einer Kirche stellt für einige Katholiken immer noch etwas Eigenartiges dar, war die Feuerbestattung bis zum 2. Vatikanischen Konzil im (1963-1965) doch nicht erlaubt.

Nachdem Frau Petry uns ein wenig über den Werdegang der Kirche erzählt hatte, konnten wir uns selbst ein Bild von dieser Bestattungsform machen.

Die schlichte Eleganz  im Innenraum dieser Kirche hat uns doch sehr beeindruckt. Das Farbenspiel der Fenster und die Ausstattung passen sehr gut zu einander. Man hat die Wahl ein oder zwei Urnen in die Grabkammern zu stellen.  Über 2.400 Urnengräber haben hier Platz. Dort liegt auch Pfarrer Georg Rose, der in Kerpen-Horrem tätig war. Die Grabeskirche ist so umgestaltet, dass die Verabschiedung und Beisetzung in einem Raum stattfinden kann.

Sehr interessant gestaltet sind die Figuren des Kreuzweges. Der Bildhauer hat hier 14 Stationen eigenwillig in Holz gefertigt und damit versucht den Tod seines Sohnes zu verarbeiten. Zum Aufwärmen nach der Führung in der unbeheizten Kirche, kehrten wir noch in ein Kaffee am Helmholtzplatz ein und fuhren danach mit der Bahn nach Hause.

M. Franzen
November 2022