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Bericht: Uli Hübner
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Aufgrund des schlechten Wetters fiel unsere im Oktober letzten Jahres geplante Fahrt der Sindorfer Netzwerkgruppe „Reisen und Ausflüge“ zum Medienhafen in Düsseldorf aus. Die Fahrt sollte dann auf dieses Frühjahr verschoben werden.
Am 12. Mai hat es geklappt, auch wenn das Wetter in Aprillaune war. Vorsorglich mit Regenschirmen ausstaffiert, fanden wir uns alle auf dem Horremer Bahnhof ein.
Auf dem Bahnsteig wurde die längere Wartepause, zum Spaß aller, mit einer improvisierten Line-Dance-Einlage von Ulla Raddouch und Maria Haeger überbrückt. In guter Laune startete unsere Fahrt in die „Verbotene Stadt“.
Erstes Ziel in Düsseldorf war der Medienhafen, den wir kurzfristig mit der Straßenbahn erreichten. Die Stadt Düsseldorf engagierte für die Umgestaltung des früheren Zoll- und Handelshafens zum Medienhafen zahlreiche international bekannte Architekten. Beeindruckend sind viele der markanten Neubauten wie der „Wolkenbügel“ oder der Neue Zollhof vom amerikanischen Stararchitekten Frank O. Gehry. Die Architektur der meisten Neubauten nimmt Bezug zum Hafen und Wasser oder zu Schiffen im Wechsel zu den denkmalgeschützten Speicher- und Lagerhäusern, die in Büros umgewandelt wurden. Beim Gang durch den Medienhafen gab es viele Fotomotive, besonders spektakuläre von der Hafenspitze hinüber zu den Gehry-Bauten.
Nach Verlassen des Medienhafens steuerten wir unser zweites unübersehbare Ziel an, den Rheinturm. Auf 165 m Höhe genossen wir den Rundblick über Düsseldorf. Da die Sicht einigermaßen klar war, konnten wir auch den Colonius und Kölner Dom ausmachen. Faszinierend war auch der Ausblick über den gesamten Medienhafen, wo nochmals dessen vielfältige Architektur erkennbar wurde.
An der Rheinpromenade entlang mit starkem Rückenwind und einem kurzen Regenschauer, erreichten wir die Altstadt, wo wir im Brauhaus Schlüssel mit eigener Hausbrauerei zum Mittagessen bei „altem“ Bier einkehrten.
Ein weiterer Besichtigungspunkt war nachmittags das neugestaltete Stadtzentrum am Hofgarten in der Nähe der Kö. Die spektakuläre Architektur des Kö-Bogens 1 wurde vom amerikanischen Stararchitekten Daniel Libeskind konzipiert. Direkt daneben, dem Kö-Bogen 2, überraschte der Anblick eines ungewöhnlichen begrünten Gebäudes. Es ist Europas größtes bepflanztes Gebäude mit 30.000 Hainbuchensträuchern, die zusammen eine Wegstrecke von acht Kilometern ergeben würden.
Nach einem kurzen Abstecher zur Kö, entspannten wir uns vor der Rückreise in einem Café in der „zweiten Reihe“ zu annehmbaren Preisen bei Kaffee und Kuchen mit großen Sahnebergen.
In Sindorf angekommen, war die einhellige Meinung, dass Düsseldorf ein lohnendes Ziel für einen Besuch ist. Es war gut, dass der geplante Besuch im Oktober nicht aufgehoben wurde, sondern nur verschoben.
