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Am 08.09.2022

Bericht: Herma Müllenmeister

Auch ohne 9 Euro Ticket ein ÖPNV Erlebnis.

Nachdem wir im Laufe der Zeit alle Etappen des Kölnpfads erwandert haben, beginnen wir heute wieder mit der 1. Etappe und zwar der ersten Hälfte vom Heinrich-Lübke-Ufer bis Siegstraße – geplante 11 km.
Sechs Netzwerkerinnen und ein Netzwerker starten mit der S-Bahn schon um
8:56 Uhr ab Sindorf, weil wir möglichst vor 16:00 Uhr zurück sein wollen.
Es regnet! Da wir aber schon so lange auf Regen warten, freuen wir uns darüber.
Die Bahn kommt 10 Minuten später als geplant – was soll‘s.


Frohgelaunt fahren wir nach Köln zum Hauptbahnhof und steigen in die KVB Linie 16, die uns direkt zum Start bringen soll. Wir kommen bis zur Poststraße. Hier heißt es: alle aussteigen - Unfall im Gleis in der Nähe Clodwigplatz. Die Ansage lautet, wir können mit der Linie 3 oder 4 bis Severinstraße fahren, um dort weiter mit der Linie 17 bis zu unserem Ziel zu fahren. Die Linie 17 ist aber außer Betrieb genommen, verrät uns das Laufband an der Haltestelle. Wir laufen bis zum Bonner Wall. Dort erschließt sich uns, dass die Linie 16 nun auf der Strecke der Linie 17 fährt. Somit kommen wir mit 40 Minuten Verspätung am Rheinufer an.
Wir wandern schön am Rhein entlang. Der Regen hat aufgehört und die Sonne blinzelt durch die Wolken. Vorbei geht es an den Auen vom „Weißer Bogen“. An der Anlegestelle der kleinen Personenfähre gibt es einen schönen Rastplatz. Hier verbringen wir unsere Mittagspause.
Ein aufdringlicher unerzogener Hund mit frecher Besitzerin belästigt uns. Als der Hund beinahe mein Butterbrot geschnappt hätte, sagt sie nur „Der hat noch nicht gefrühstückt.“ Geht’s noch?
Weiter geht es durch viel Grün und Wald.
Am Ende unserer Tour müssen wir uns entscheiden, ob wir in 200 Metern den Bus 131 nehmen oder in 2 km die Straßenbahn. Die Wetter-App verrät uns, dass es in 15 Minuten regnen wird. Wir entscheiden uns für den Bus. Wir erreichen ihn im Galopp (der Fahrer hat tatsächlich gewartet) und schaffen es, vor einem heftigen Regenschauer im trockenen Bus zu sitzen.
Am Bahnhof Rodenkirchen steigen wir um in unsere bekannte Linie 16. Die verunfallte Strecke ist noch nicht wieder freigegeben. Jetzt wissen wir ja Bescheid und fahren bis zur Severinstraße. Dort wieder in den Bus bis Heumarkt.
Wir sind gut in der Zeit und machen Kaffeepause im Café Extrablatt am Heumarkt. Die S-Bahn um 15:20 Uhr soll uns nach Sindorf bringen. Es kommt anders als geplant. Der ganze Hauptbahnhof ist stillgelegt – Wasserschaden im Stellwerk.
Nur auf unserem S-Bahn-Gleis 10 und 11 ist die Hölle los. Die S-Bahnen fahren zwar, aber mit viel Verspätung. Nachdem mindestens 3 Bahnen ausgefallen waren, kommt die S 19 nach Horrem.
Es beginnt ein Run auf die Bahn. Wir - alle sieben - schaffen es, einzusteigen. Es gibt nette junge Menschen, die uns sogar einen Sitzplatz anbieten.
Jetzt sind wir in Horrem – die Autos stehen aber in Sindorf. Auch das bekommen wir mit netter Unterstützung einer Freundin geregelt.
Um 16:30 Uhr sind wir zu Hause. Die Anschlusstermine können mit etwas Stress doch noch wahrgenommen werden.
Zu guter Letzt erfahren wir zu Hause, dass Queen Elizabeth gestorben ist.
Diese Wanderung wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Wegen der Hindernisse sind wir nicht 11 km sondern 15 km gewandert.
Wir sind gespannt, was uns auf der 2.Hälfte erwartet.